Ziele

 

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Das crexcrex-LIFE-Projekt verfolgt folgende Ziele:

  • Langfristig gesicherte Wachtelkönigpopulation im Ennstal durch
    • Sicherung und Verbesserung bestehender Wachtelköniglebensräume
    • Schaffung weiterer Wachtelkönighabitate durch Integration in die landwirtschaftliche Nutzung.
  • Durch die Sicherung, Verbesserung und Neugestaltung der Lebensräume für den Wachtelkönig profitieren auch zahlreiche andere Vogelarten, wie z.B. Braunkehlchen, Grauammer, Neuntöter.
  • Erfüllung von artenschutzrechtlichen Vorgaben (§13e des Stmk NschG 1976), insbesondere im Hinblick auf die Zerstörung und Beschädigung von Nestern und Eiern, Tötung von Jungvögeln und Störung während der Brut- und Aufzuchtzeit, durch abgestimmte Wiesenbewirtschaftung
  • Durch das angestrebte, angepasste Wiesenbewirtschaftungssystem wird artenreiches Grünland gefördert, insbesondere der Lebensraumtyp „Magere Flachlandmähwiese“ (Typ 6510) – ein EU-weit stark gefährdeter und daher geschützter Wiesentyp.
  • Bei der „Mageren Flachlandmähwiese“ handelt es sich weitläufig um die sogenannten Blumenwiesen, die im Ennstal meist von Narzissen, Kuckuckslichtnelken, Margeriten und verschiedenen Knabenkräutern geprägt sind.
  • Die für das Ennstal typischen Iriswiesen (Streuwiesen) werden durch das Projekt sichergestellt und – wo möglich – ausgeweitet.
  • Diese neu geschaffenen Blumenwiesen bieten wichtigen Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und zahlreiche weitere Insekten.
  • Diese neu geschaffenen Blumenwiesen tragen zudem zur Aufwertung des Landschaftsbildes im gesamten Talraum bei.
  • Die für den Wachtelkönig spät gemähten Wiesen können als Pool autochthonen Saatgutes dienen – unter dem Motto: „Wiesensaatgut aus dem Ennstal für das Ennstal.“
  • Durch die neu geschaffene Marke crexcrex erfährt das Ennstal eine prägende und positive Bewusstmachung im gesamten EU-Raum.
  • Die neu geschaffene Marke crexcrex wird einen wesentlichen positiven Beitrag für die Vermarktung regionaler, nachhaltig erzeugter Ennstaler Produkte leisten – insbesondere für die Erzeugnisse der Bauern.

Retten können wir den Wachtelkönig nur dann, wenn wir Menschen es als persönliches Anliegen empfinden, tätig zu werden. Bewusstseinsbildung ist daher die Grundvoraussetzung. Wir versuchen mit unserem Projekt den Wachtelkönig – Crex crex – als Marke für das Ennstal und darüber hinaus zu etablieren.

Klassische Werkzeuge wie Plakate, Folder etc. sollen uns neben dem Einsatz moderner Medien dabei helfen. Nur wenn wir es schaffen, in möglichst sämtlichen Bevölkerungsschichten – vom Kindergartenalter bis in die reiferen Jahre hinein – eine emotionale Bindung mit der „tierischen Rarität“ zu erzeugen, wird uns die Rettung des „Königs“ gelingen.

Wichtigste Verhandlungspartner sind dabei unsere Landwirte; ihr Bekenntnis zum Wachtelkönigschutz, ihre Bereitschaft zur Mitarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg.

Dabei gilt es Folgendes zu bedenken: Grund und Boden sind nicht vermehrbar. Der Bauer ist für seine wirtschaftliche Existenz auf diesen Grund und Boden angewiesen. Eine zusätzliche Nutzungsart, etwa die Gestaltung eines Teiles der landwirtschaftlichen Fläche als Lebensraum für den Wachtelkönig, bringt zwangsläufig Nutzungskonflikte mit sich. Oberste Priorität in der Umsetzung des crexcrex-LIFE-Projektes hat daher die Suche nach gemeinsamen, mit der Landwirtschaft getragenen Lösungen. Gerade der gesamtwirtschaftliche, aber auch der einzelbetriebswirtschaftliche Aspekt spielt dabei eine tragende Rolle. Eine faire, wirtschaftlich angepasste Entschädigungshöhe muss im Einvernehmen mit der Landwirtschaft erreicht werden. Erstrebenswert wäre auch die Entwicklung einer ökologisch auf die Wiesenbrüter angepassten Landwirtschaft, deren Produkte bzw. Produktionsweise von der Bevölkerung entsprechend honoriert wird. Dafür sollte die entwickelte Marke CREXCREX als „Gütesiegel“ stehen.

Für die Umsetzung des crexcrex-LIFE-Projektes sind selbstverständlich Geldmittel in beträchtlichem Ausmaß notwendig. In Zeiten, wo Sparen im öffentlichen Bereich der Steiermark eine politische Vorgabe ist, ist man gezwungen, andere Förderstellen zur Bereitstellung von Mitteln einzubinden. So wird, um für das Projekt Geld zu lukrieren, der Fördertopf der EU in Anspruch genommen. Bei der dafür vorgesehenen Förderschiene handelt es sich um „LIFE Nature and Biodiversity“. Bei positiver Zustimmung durch die EU ist sichergestellt, dass bis zu 75% der Projektkosten (Pacht, wirtschaftliche Entschädigungen, Flächenkauf, etc.) durch die EU getragen werden. Damit können beträchtliche Geldmittel von der EU in das Ennstal fließen.


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